verzeichnet

Ein Ausstellungsprojekt in 2020/21

Galerie Der Mixer Frankfurt             04.09.2020 - 15.09.2020

stattgefunden

Galerie FOE München                      10.09.2021 - 26.09.2021
wegen der aktuell verschärften Corona-Auflagen  von 
Oktober 2020 auf September 2021 verschoben


„verzeichnet“ verhandelt unter dem Aspekt der aktuellen, einschneidenden, 
globalen Veränderungen der letzten Monate, was soweit und ganz real 
bis zur ersten großen Öffnung von Ausstellungsräumen im Herbst 2020 
im Rahmen der Frankfurt Art Experience, so wie bis zur Wiedereröffnung 
der Kulturbetriebe im Sommer 2021 in München, 
festgestellt, notiert und vermerkt werden kann.


Thomas Breitenfeld, Peter Engel, Anna Frydman, 
Baldur Geipel, Patricija Gilyte, Esther Glück, Nausikaa Hacker, 
Christian Heß, Angelika Högerl, Monika Humm, Martin Kargruber, 
Michael Krause, Karina Kueffner, Martin Mayer, Manfred Mayerle, 
Boris Maximowitz Elisabeth Mehrl, Eugen W. Müller, Alois Öllinger, 
Christine Ott, Bernhard Paul, Anton Petz, Peter Pohl, Sybille Rath, 
Barbara Regner, Ulla Reiter, Eva Ruhland, Monika Schultes, 
Frauke Sohn, Dietmar Spörl, Rose Stach, Susan Stadler, 
Toni Stegmayer, Thomas Sterna, Gotlind Timmermanns, 
Tatjana Utz, Stefanie Unruh, Paul Valentin, Felix Weinold, 
Karin Welponer, Almut Wöhrle-Russ, Andreas Zingerle

verzeichnet 

Konzept 

Die Ausstellung stellt Fragen nach Semiotik, Ästhetik und Lesbarkeit von Zeichnungen, nach der vermeintlichen Fehlerhaftigkeit von Kunstwerken, nach Erfassung und Überwachung: dem eigenen Verzeichnet-Werden.

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Die Installation in der Frankfurter Galerie „Der Mixer“ erfasst und fixiert rund 80 kritische Positionen von etwa 40 namhaften Künstlerinnen und Künstlern. In den beiden Räumen des Ausstellungshauses im Galerienviertel, 100 Meter entfernt vom Museum für Moderne Kunst Frankfurt (3 Minuten Fußweg), werden in der Zeit von 4.09.2020 bis 16.10.2020 den Besuchern durchaus divergente und autarke Vorgehensweisen aufgezeichnet, die unterschiedliche ästhetische, soziale und politische Aspekte aufgreifen.
Vom 05.09. – 16.10.2020 ist verzeichnet eine Kooperation mit der Frankfurt Art Experience zum Galerienwochenende 2020.

In der anschließenden Ausstellung im September 2021 sind aktuell erweitert 102 Positionen von 42 Künstlern zu sehen. Die Künstlerführungen und Artist Talks, sowie eine Finissage mit DJ finden bis einschließlich des Open-Art- Wochenendes am 25. und 26.09. in der Galerie FOE in München, nahe der Sammlung Goetz, statt.

Bereits mit dem irritierenden Titel der Ausstellung werden mannigfaltige Fragen ins Spiel gebracht: 

Kann es denn sein, dass sich die Künstlerinnen und Künstler in ihren zeichnerischen Beiträgen zur Ausstellung „verzeichnet“ haben und das intendierte Ziel ihres Werkes verfehlt haben?
 

Oder obliegt es nicht vielmehr grundsätzlich dem Künstler, sich jeden neuen Tag neu und lange zu ver-zeichnen, aus Systemen auszubrechen, offiziell ausgedehnt fehlzuschlagen, scheinbar irregeleitet irrezuleiten, zu verzerren und zu deformieren, fassungslos unerfasst zu bleiben? 

Und inwieweit lassen sich Ästhetik, Gehalt, Semiotik und Lesbarkeit von Zeichnungen im 21. Jahrhundert – insbesondere in der Zeit einer weltweiten Pandemie und Krise – vor dem Hintergrund eines seismographischen künstlerischen Handelns spezifizieren? 

Wie relevant ist im Zuge dessen die Tatsache des eigenen Verzeichnet-Werdens, das potenziell die expandierende Situation einer uneingeschränkten digitalen Erfassung und Überwachung von Menschen auf der ganzen Welt einzuleiten vermag? 


Und letztendlich: Wie schön und ermutigend hingegen ist die prospektive Vorstellung, nach einer Zeit des Stillstands im Ausstellungswesen das eigene künstlerische Werkverzeichnis durch eine Schau wie diese erweitern zu können? 


Im Fazit mutet diese Ausstellung wie ein Verzeichnis im Sinne eines Katasters an – eine Bestandsaufnahme und Sammlung von künstlerischen Inhalten zahlreicher konzentriert und intensiv arbeitender Künstlerinnen und Künstler mit dem Medium der Zeichnung. 


Für beide Ausstellungen gibt es ein Rahmenprogramm, Künstlerführungen und Publikationen in Form dieses Internetblogs und eines Katalogs. 


Kuration und Organisation:
Esther Glück, Eva Ruhland, Thomas Sterna 

https://www.neuemuenchner-hausderkunst.de/aktuelles.htm


Ausstellungseröffnung im Galerienviertel der Innenstadt Frankfurt

Eröffnungsrede per Zoom Meeting: 
Präsidentin Eva Ruhland,  unterstützt durch 
Thomas Sterna (body) und Esther Glück (vocals),
im Umgang mit den Hygienemaßnahmen zu Covid 19

Unser Projekt

verzeichnet

Intro

Anhand der 81 Positionen von 42 Künstlern werden akut offenliegende Themenkonflikte  aus dem privaten Bereich, aus Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Technik sichtbar gemacht. 
Die historische und philosophische Bedeutung und die Frage nach der Position von Kunst und Kultur in dieser Zeit erweitern die Schau bezüglich der Konsequenzen der Entwicklungen.

In diesem Rahmen sind folgende Fragen an Publikum und Künstler von Interesse: 

Was können wir bereits verzeichnen? 
Wo haben wir uns verzeichnet? 
Wie haben wir uns verzeichnet? 

Was werden wir verzeichnen können?

News

Ende April 2021 ist "verzeichnet" in München zu sehen. 
Eine Eröffnung mit Ausweichmöglichkeit ins Freie, ein Katalog, Künstlergespräche und Künstlerführungen, sowie eine Finissage sind geplant.